Lied United am 29. Dezember 2019

UNSER nächstes KONZERT FINDET AM SonnTAG, DEN 29. dezember 2019 IM BLUE SHELL (LUXEMBURGER STR. 32, 50674 KÖLN) STATT.
BEGINN IST UM 20.30 UHR (EINLASS: 20.00 UHR)
Zwischen den Jahren heißt zwischen den Stilen

Nicht ganz ohne Grund wird ja die zeit zwischen Weihnachten und Neujahr so gerne als Zeit „zwischen den Jahren“ genannt. Doch obwohl das natürlich eigentlich Blödsinn ist (sie gehört doch schließlich eindeutig zum auslaufenden Jahr), ist auch wieder etwas dran: Man weiß nichts mit sich anzufangen, hängt in der Luft, das alte Jahr ist gedanklich schon vorbei, das neue hat noch nicht angefangen, oder anders gesagt: man und frau haben den Blues.

Das ist doch genau der richtige Moment für ein gepflegtes gemeinsames Abhängen bei der Dezember-Ausgabe der wunderbaren Konzertreihe Lied United im Kölner blue shell. Am 29.12. nämlich hat die Songwriter-orientierte Veranstaltung auch irgendwie den Blues.

Mo Colby etwa bezeichnet ihre Musik gerne selbst als „Dark Singer/Songwriter“. In ihren Songs verbindet sie ihre Liebe zum Blues mit rockigen Elementen und bildreichen Texten, inspiriert von den Werken einer Generation von Künstlern, die ihre poetisch-musikalischen „Großeltern“ sein könnten – Alan Ginsberg und William S. Burroughs, Patti Smith und Nick Cave. Ihre Performance lebt von ihrer gelassenen Bühnenpräsenz, dem sparsam eingesetzten Gitarrenspiel und der Intensität einer Stimme, die weit über ihre 19 Lebensjahre hinausweisen.

Mo Colby, Deutsch-Amerikanerin lebt seit August 2019 in Berlin, kommt aber für Lied United zurück in ihre Heimatstadt Köln, um uns genau den Soundtrack zu der eben beschriebenen Zwischenzeit zu liefern.

Oder Nik Novakovic, dem die Presse nicht ohne Grund zeitgenössischen Blues vom Feinsten nachsagt. Der Songwriter kombiniert eine Vielzahl von Stilen und Einflüssen, um seinen eigenen typischen Indie-Folk-Sound zu kreieren. Von den Grunge-Sounds der frühen 1990er bis zum rauen und kratzigen Einfluss von Tom WaitsNovakovic kanalisiert seine verschiedenen Inspirationsquellen in seinen eigenen einzigartigen Stil mit warmer und tiefer Stimme – wenn das nicht zur Zeit zwischen den Jahren passt!

Und dann ist da ja noch Robert Gasper, einer der festen Mitglieder des Lied-United-Teams, das den Abend diesmal eröffnet. Eigentlich braucht man über den düster-süffisanten Zyniker-Barden gar nichts mehr sagen; aber ist es nicht fabelhaft, wie es diesem Songwriter mit seinen verqueren deutschen Texten und seinem Hang zur Melancholie immer wieder gelingt, den Blues zu versprühen, zu Tränen und Schmunzeln zugleich zu verführen?

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Und wem das alles nicht reicht, der kann sich auf die Überraschungsmomente in der Moderation von Wolfgang A. Noethen freuen, der durch den Abend führt und sich vorgenommen hat, ihn zur Gala zu machen.

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