Lied United am 29. Mai 2016

Unser nächstes Konzert findet am Sonntag,
den 29
. Mai 2016 im Blue Shell
(Luxemburger Str. 32, 50674 Köln) statt.

Beginn ist um 20.30 Uhr (Einlass: 20.00 Uhr)

Alles neu macht der Mai (fast)

Alles neu macht der Mai, sagt man. Auch die Kölner Konzertreihe für akustisches Liedgut „Lied United“ hat einiges neues anzubieten, wenn sie am 29. Mai wieder zu gepflegter Songwriter-Musik einlädt.

Joe Scholes


Joe Scholes etwa hat neues Songmaterial im Gepäck. Songs geschrieben hat er schon immer – Joachim Uerschels alias Joe Scholes: ob mit seinen früheren Bands The Braces (Ska) und Studio Grande (Indie Rock) oder fürs Theater. Dennoch ist heute vieles anders. Auf seinem Solo-Debüt-Album „Songbook Vol. II“ macht sich der Sänger und Gitarrist mit Wohnsitz Köln frei wie nie. Keine Bläser-Arrangements, kein Schnickschnack, nur Songs. Im Studio des alten Gefährten Ekki Maas (Erdmöbel), mit dem Scholes schon früher zusammenarbeitete, wurden zehn Lieder eher im Vorbeigehen aufgenommen. Eine Gitarre, eine Stimme, und nur ganz wenig dazu. Mal schwingt eine leichte Prise Reggae oder Ska mit, mal wird dezent gezupft. Hauptsache, dass weder die melancholisch bewölkten Botschaften noch die zur Naivität neigende Stimme von allzu exaltierten Klängen überdeckt werden.

Bernd Klanke


Zugegeben nicht mehr ganz so neu ist der zweite Gast des Abends, Bernd Klanke. Bei aller zeitgemäßen Selbstverzettelung den Irrsinn des großen Ganzen immer im Blick zu haben und dafür Worte zu finden, die einem aus der Seele sprechen und da auch bleiben – das ist wohl eine der Stärken des Kölner Songschreibers und Sängers. Und weil er das dann auch noch in immer wieder überraschende Songs packen kann, fragt man sich ernsthaft, wo dieser Typ eigentlich die ganze Zeit gesteckt hat – er hat nämlich gefehlt! Nicht nur im Genre „Singer/Songwriter“, mit dem der 50jährige etwas fremdelt, sondern überhaupt. So können erwachsene deutsche Texte und deutsche Musik also auch sein: so ohne Relevanz mit Lamoryanz zu verwechseln; so Tiefgang mit Leichtigkeit; so Gefühl ohne Duselei; so Finger gleichzeitig in und auf den Wunden.

Who Is Afraid Of The Big Bad Wolf?


Ein völlig neues Bandmitglied kann der Sänger, Gitarrist und Komponist der Slowfolk- Kombo Who Is Afraid Of The Big Bad Wolf? Wolfgang A. Noethen begrüßen. Neben Hanna Roth am Cello und Frank Zabel am Piano wird bei Lied United im Mai erstmals die in Düsseldorf lebende Japanerin Nanae Saga an der Geige dazu beitragen, diese betörenden und einfühlsam melancholischen Elegien in die Ohren der Zuhörerschaft zu zaubern.