Unser nächstes Konzert findet am Donnerstag, den 09. April 2026 in der Loreley (Lindenstraße 65, 50674 Köln) statt.
Beginn ist um 20.00 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr)
Von besonderer Nähe zum Publikum und der Möglichkeit, über die Welt zu lachen
Der April macht was er will, so auch bei der langlebigsten und vielleicht legendärsten Kölner Indie-Konzertreihe Lied United: ein Programm bunt wie eine Blumenwiese und verrückt wie auf Eiern reitende Osterhasen.

Da ist zum Beispiel das Indie-Folk-Projekt The Lake And The Wolf, hinter dem der niedersächsische Musiker Ulf Ronnsiek steckt, der mit seiner warmen Stimme, seinem virtuosen Gitarrenspiel und einer besonderen Nähe zum Publikum berührt. In seinen Songs erzählt er autobiografisch von Familie, Verlust und Kindheit – von Momenten, in denen Melancholie und Hoffnung ineinandergreifen. Zwischen den Liedern schafft er mit humorvollen und persönlichen Geschichten eine Atmosphäre, in der man den Menschen hinter der Musik kennenlernt. Und das wurde auch schon mit einer Einladung zu TV Noir (ZDF Kultur) geehrt.
George Winter

Was diesen Gast mit dem zweiten Gast-Act des Abends verbindet? Vielleicht auf eine ganz spezielle Art auch die Nähe zum Publikum, bestimmt aber der Begriff Humor: Von Hause aus eigentlich Musikkabarettist, verzichtet George Winter bei Lied United auf das gesprochene Wort und präsentiert ein Set wehmütiger Songs voller dunkler Schönheit und obskurem Humor, die musikalisch an die Hamburger Schule erinnern. Mit Themen wie dem Terror der Geschichte und der Melancholie der Konsumgesellschaft wohnt den Liedern eine große gesellschaftliche Relevanz inne. Aber seltsamerweise sind sie zugleich vor allem eines: lustig. Es gilt, über den Wahnsinn der Welt zu lachen, um einen Moment davon befreit zu sein.

Eröffnet wird die Reihe im April vom Lied-United-Crew-Mitglied Robert Gasper, der seine Musik mit deutschen Texten selbst wie folgt beschreibt: Pop, Punk, Kammermusik. rohe Gitarrenriffs und eindringliche Pianoklänge, mal unsagbar traurig und für kurze Zeit irritierend nah an Schubert-Liedern, dann wieder von süffisanter Leichtigkeit und groteskem Humor. Da war er also wieder, der Begriff Humor.
Grotesker Humor kommt vielleicht auch wieder in den Anmoderationen von Wolfgang A. Noethen auf, der wie immer durch den Abend führt.









